¡Muy grosero! Was gilt in Spanien als besonders unhöflich?




Umgangsformen Spanien

Die Spanier sind ein temperamentvolles Volk, das sich mitunter stark von uns Deutschen unterscheidet. Es liegt daher auf der Hand, dass Sie sich vor Antritt einer (Sprach-)Reise auf die iberische Halbinsel auf ein paar kulturelle Besonderheiten einstellen sollten. Vor allem im Hinblick auf Benimmregeln und Höflichkeit gibt es etliches zu beachten. Welche Fettnäpfchen Sie unbedingt kennen sollten, verraten wir Ihnen im nachfolgenden Beitrag.


Sich über die Lautstärke beschweren

Spanier sind leidenschaftlich und laut – und das nicht nur in unserer Klischeevorstellung, sondern auch in Wirklichkeit.

Wenn Sie also eine Sprachreise in das südeuropäische Land planen, dann sollten Sie sich darauf einstellen, dass es dort bei weitem nicht so gesittet und ruhig zugeht wie hierzulande.

Hitzige Diskussionen, lautstarke Musik (bis spät in die Nacht), schreiende Kinder – das alles gehört zur typisch spanischen Geräuschkulisse dazu und darf keinesfalls kritisiert werden. Wer sich beschwert, gilt in Sekundenschnelle als äußerst unhöflich (und outet sich noch dazu als Tourist).


Die falschen Smalltalk-Themen ansprechen

Wenn Sie Ihre Spanisch-Kenntnisse verbessern wollen, ist es natürlich eine ausgezeichnete Idee, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und sich im „Smalltalken“ zu üben. Doch Vorsicht! Auch wenn die Spanier sehr kommunikativ und aufgeschlossen sind, gibt es doch auch ein paar Verhaltensregeln, die Sie besser kennen und auch beachten sollten:

  • - Vermeiden Sie diese Gesprächsthemen: Stierkampf, Religion, Monarchie, Regionalismus und die Franco-Diktatur
  • - Antworten Sie immer auch auf private und persönliche Fragen (beispielsweise zu Ihrer Familie)
  • - Sprechen Sie das Thema Fußball nur an, wenn Sie den spanischen Clubs und der Nationalmannschaft wohlgesonnen sind
  • - Smalltalk-Themen, die grundsätzlich immer „gehen“ und mit denen Sie nichts falsch machen können, sind Kunst, Kultur, die Familie, gutes Essen und Wein.


Den spanischen Dresscode missachten

Wenn Sie schon einmal (Pauschal-)Urlaub in Spanien gemacht haben, dann wird Ihnen sicherlich aufgefallen sein, dass Männer darum gebeten werden, in langen Hosen und geschlossenen Schuhen zum Abendessen im Restaurant zu erscheinen.

Das liegt ganz einfach daran, dass Spanier sehr großen Wert auf eine ordentliche und gepflegte Garderobe legen – und dies auch von ihren Gästen erwarten.

Während Shorts und Flipflops am Strand durchaus legitim sein mögen, gelten sie beispielsweise in Restaurants und Kirchen als absolutes No-Go. Gerade Männer sollten sich an diese Benimm-Regel halten und die Einstellung der Spanier zur Mode respektieren. Alles andere sorgt schnell für Unmut.


Pünktlich zu Verabredungen erscheinen

Während wir Deutschen weltweit für unsere akkurate Pünktlichkeit bekannt sind, nimmt man es in Spanien bei Verabredungen jeder Art nicht ganz so genau. Hier gilt die allgemeine Regel: Sowohl als Gast als auch als Gastgeber darf man gern 30 Minuten mehr einplanen.

Steht man jedoch pünktlich zur verabredeten Zeit vor der Tür (oder signalisiert man, dass man bereits auf den anderen gewartet hat), gilt das schnell als unhöflich. Üben Sie sich also während Ihrer Sprachreise nach Spanien in Gelassenheit und im „Zu-spät-Kommen“.


Zu wenig Zeit fürs Essen einplanen

Wie die Italiener lieben auch die Spanier ausgedehnte Mahlzeiten mit Menschen, die ihnen wichtig sind. Gerade das Abendessen dient nicht nur der bloßen Nahrungsaufnahme, sondern ist häufig das kulturelle sowie soziale Highlight des Tages. Wichtigste Voraussetzung für ein gelungenes Mahl: Jede Menge Zeit.

Wenn Sie den Kontakt zu Spaniern suchen und mit diesen essen wollen, dann sollten Sie auf keinen Fall Termindruck verspüren. Planen Sie stattdessen genügend Zeit ein (auch eine Verabredung zum Mittag darf gern zwei bis drei Stunden dauern) und genießen Sie das gemütliche Beisammensein bei gutem Essen.

Wer stattdessen die Lebensmittel in sich hineinschlingt und gleich danach die Rechnung ordert, wird bei den meisten Spaniern gnadenlos durchfallen und sich keine neuen Freunde machen.

Übrigens: Wenn Sie eine private Einladung erhalten, ist es eine ausgezeichnete Idee, ein Gastgeschenk mitzubringen. Mit Wein, Blumen oder süßem Gebäck können Sie nichts falsch machen.


Nur auf Deutsch oder Englisch kommunizieren

Viele Spanier sprechen nicht sonderlich gut Englisch und erwarten es daher regelrecht, in ihrer Muttersprache angesprochen zu werden. Selbst wenn Ihre Spanisch-Kenntnisse noch in den Kinderschuhen stecken, sollten Sie sich also wenigstens bemühen.

Wenn Ihr Gegenüber bemerkt, dass Sie sich anstrengen, versteht er oftmals sogar doch plötzlich ein paar Brocken Englisch oder Deutsch.

Alle Spanier „über einen Kamm scheren“

Spanier sind ähnlich stolz wie Briten, wenn es um ihre regionale Herkunft geht. Gerade die Katalanen und Basken verstehen sich als autonome „Sonderfälle“ und wollen auch als solche wahrgenommen werden.

Es kann daher mitunter problematisch werden, wenn Sie alle Spanier pauschal in einen Topf werfen und keinerlei Differenzierung vornehmen. Denken Sie immer daran: Ein Hamburger möchte schließlich auch nicht als Bayer oder Sachse bezeichnet werden.


Die Siesta missachten

Auch wenn die klassische Siesta in vielen Teilen Spaniens immer mehr an Bedeutung verliert, ist sie doch noch immer ein wesentlicher Bestandteil der südeuropäischen Kultur.

Wer die Ruhezeit zwischen 14 und 17 Uhr missachtet (und beispielsweise einkaufen oder einen Bekannten anrufen will), macht sich vor allem in ländlichen Gegenden, im Süden des Landes und auf den spanischen Inseln unbeliebt.

In den großen Städten hingegen nimmt man es meist nicht ganz so genau mit der Siesta. Gerade internationale Ladenketten haben hier meist durchgehend geöffnet und laden zum (klimatisierten) Shoppingvergnügen ein.


Sie sehen: Auch wenn die Spanier grundsätzlich sehr unkompliziert und herzlich sind, kann man sie auch mit gewisse Verhaltensweisen verärgern. Doch keine Sorge: Nun, da Sie die gängigsten Fettnäpfchen kennen, können Sie sie auch erfolgreich umgehen.

Quelle: Sprachreisenvergleich.de | 13.06.2019

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