Sprachreisen Bildungsurlaub

    Bildungsurlaub


    Es muss nicht immer gleich ein Sabbatical sein – auch ein Bildungsurlaub, wie zum Beispiel eine internationale Sprachreise oder Studienreise kann eine tolle Erfahrung sein. Sprachreisen bieten sich wunderbar zur Weiterbildung im Berufsleben an. Bildungspolitik ist allerdings Ländersache, weshalb sich die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Was in Hessen „Bildungsurlaub“ heißt, heißt in Baden-Württemberg „Bildungszeit“ und in Thüringen „Bildungsfreistellung“. Bis auf Bayern und Sachsen gibt es in allen Bundesländern entsprechenden Angebote für Arbeitnehmer. Was Sie für einen anerkennten Bildungsurlaub beachten müssen und welche Bildungsurlaubsangebote oder Business Sprachreisen es gibt, haben wir für Sie zusammengetragen.


    Bildungsurlaub: Was ist das?


    Bildungsurlaub ist eine Form der allgemeinen, beruflichen, politischen oder gewerkschaftlichen Weiterbildung, die oft auch Bildungsfreistellung genannt wird, um den Eindruck eines Erholungsurlaubs zu vermeiden. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich während eines Bildungsurlaubs nicht auch erholen können. Die Idee hinter dem Bildungsurlaub: Die Teilnahme kann positiv darauf einwirken, sich mit lebenslangem Lernen auseinanderzusetzen. Deshalb haben die westdeutschen Länder (Ausnahme: Bayern) 1974 den Bildungsurlaub eingeführt. Nach der deutschen Einigung zogen die ostdeutschen Länder (außer Sachsen) nach.


    Und, wohin darf es gehen?


    Prinzipiell überallhin! Eine Sprachreise als Bildungsurlaub oder eine Business-Sprachreise kann Sie beispielsweise nach Malta, England, Spanien und Irland führen wenn Sie Ihre Englisch- oder Spanischkenntnisse vertiefen wollen. Aber auch Länder wie die USA, Italien oder Australien sind gern gebuchte Ziele. Bedenken sollten Sie allerdings die Entfernung und damit die Dauer Ihrer geplanten Reise: Pro Kalenderjahr sind bei einer Vollzeitbeschäftigung in den meisten Bundesländern fünf Tage Bildungsurlaub (außer im Saarland) angedacht, sodass bei Fernzielen nur eine Kombination mit dem Jahresurlaub oder einer Dienstreise sinnvoll ist. Bei Beschäftigungsverhältnissen mit weniger Arbeitstagen bzw. einem geringeren Stundenumfang reduziert sich der Anspruch entsprechend. Die Anspruchszeiten können in den meisten Ländern allerdings gesammelt und in das Folgejahr übertragen werden.


    Voraussetzungen: So geht’s!


    Wenn Sie sich erfolgreich für einen Sprachkurs angemeldet haben, können Sie einen Antrag auf Bildungsurlaub bei Ihrem Arbeitgeber einreichen. Das müssen Sie dabei beachten:

    - Der Träger des Bildungsurlaubs, Ihre Sprachschule, muss in ihrem Bundesland als Träger qualifizierter Weiterbildung anerkannt sein.
    - Der Sprachkurs muss mindestens 30 Unterrichtsstunden pro Woche umfassen.
    - Sie als Antragsteller müssen für mindestens sechs Monate im Unternehmen beschäftigt sein.
    - Vergessen Sie nicht, sich nach Kursende eine Teilnahmebestätigung Ihrer Sprachschule für Ihren Arbeitgeber ausstellen zu lassen.
    - Sie zahlen den Bildungskurs zwar selbst, ihr Arbeitgeber zahlt Ihnen ihr Gehalt bei vollem Urlaubsanspruch aber gleichzeitig regulär weiter. Schließlich werden Sie das neu erlernte Wissen sicher gewinnbringend an ihrem Arbeitsplatz einsetzen können.


    Wissenswertes: Was muss ich noch beachten?


    Sie müssen ihrem Arbeitgeber Ihren gewünschten Bildungsurlaub rechtzeitig (meist vier bis acht Wochen im Voraus) mitteilen. Dieser muss im Gegenzug zeitnah über Ihren Antrag entscheiden. Was zeitnah genau bedeutet, unterscheidet sich je nach Landesgesetz. Übrigens: Betriebliche Erfordernisse und Urlaubsansprüche anderer Arbeitsnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, können eine Ablehnung Ihres Bildungsurlaubsantrags begründen – jedoch nur mit aufschiebender Wirkung. Für Angestellte des Öffentlichen Dienstes besteht kein Anspruch auf bezahlten Bildungsurlaub.


    Gesetze / Regelungen für Bildungsurlaub je Bundelsand

    Mittlerweile regeln in fast allen deutschen Bundesländern - mit Ausnahme von Bayern und Sachsen - entsprechende Landesgesetze die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern rund um den Bildungsurlaub. Zwar sind sich die Gesetze ziemlich ähnlich, in Details weichen sie aber teilweise deutlich voneinander ab. Hier findest du einen Überblick über die verschiedenen Regelungen.

    Baden-Württemberg


    "Bildungszeit" kann in Baden-Württemberg für berufliche, politische und ehrenamtsbezogene Weiterbildung beantragt werden. Anspruch darauf haben Arbeitnehmer, Auszubildende, Landesrichter- und beamte, Behinderte, Heimarbeiter sowie die Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Der Arbeitsschwerpunkt muss dafür in diesem Bundesland liegen und das Arbeitsverhältnis seit mindestens einem Jahr bestehen. Die Lohnfortzahlung erfolgt dann wie im Erholungsurlaub.

    Grundsätzlich werden maximal fünf Arbeitstage Bildungszeit pro Kalenderjahr gewährt. Bei Azubis und Studierenden der Dualen Hochschule liegt der maximale Anspruch bei insgesamt fünf Tagen während der Ausbildung oder des Studiums - und das ausschließlich für politische und ehrenamtsbezogene Bildungsmaßnahmen.

    Der Antrag auf Bildungszeit muss mindestens acht Wochen vor dem geplanten Beginn beim Arbeitgeber eingehen. Dieser soll am besten unverzüglich, spätestens aber bis vier Wochen vor dem Start der Weiterbildung schriftlich darüber entscheiden. Für eine Ablehnung müssen zwingende betriebliche Gründe wie bereits genehmigte Urlaubsanträge anderer Mitarbeiter vorliegen oder der Betrieb am 1. Januar des betreffenden Jahres weniger als zehn Mitarbeiter zählen.

    Berlin


    In Berlin können Arbeitnehmer, Azubis, Heimarbeiter sowie Teilnehmer von Eingliederungsmaßnahmen von Behinderten in das Arbeitsleben Bildungsurlaub für berufliche und politische Bildung beantragen. Auszubildende haben nur Anspruch auf politische Bildung. Dafür muss das derzeitige Beschäftigungsverhältnis seit mindestens einem halben Jahr bestehen. Die Lohnfortzahlung während des Bildungsurlaubs entspricht der des Erholungsurlaubs.

    Der maximale Anspruch sind zehn Arbeitstage innerhalb zweier aufeinanderfolgender Kalenderjahre. Bis zum 25. Geburtstag sind sogar bis zu zehn Arbeitstage in einem Kalenderjahr drin.

    Damit Bildungsurlaub gewährt werden kann, muss der Arbeitgeber den Antrag mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Beginn erhalten. Die schriftliche Entscheidung darüber muss innerhalb von zwei Wochen nach Empfang erfolgen.

    Für eine Ablehnung müssen dringende betriebliche Gründe vorliegen, wie beispielsweise Urlaubsansprüche anderer Beschäftigter, die unter sozialen Aspekten Vorrang haben.

    Brandenburg


    Bis zu zehn Tagen Bildungsfreistellung in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren kann in Brandenburg für berufliche, politische und kulturelle Weiterbildung beantragt werden. Anspruch haben Arbeitnehmer, Azubis und Heimarbeiter, die in Brandenburg arbeiten und deren aktuelles Arbeitsverhältnis seit mindestens einem halben Jahr besteht. Die Lohnfortzahlung entspricht der des Erholungsurlaubs.

    Den Antrag auf Bildungsfreistellung muss dem Arbeitgeber spätestens sechs Wochen vor dem Start der Weiterbildung schriftlich vorliegen. Dieser hat dann 14 Tage Zeit, darüber zu entscheiden. Eine Ablehnung kommt allerdings nur aus dringenden betrieblichen Gründen in Frage, beispielsweise wenn Urlaubsansprüche anderer Mitarbeiter aus sozialen Aspekten Vorrang haben oder im laufenden Jahr schon zu viele andere Anträge auf Bildungsfreistellung bewilligt wurden.

    Spezielle Regelungen in Brandenburg: Haben Teilnehmer von Bildungsmaßnahmen in Heimbildungsstätten Kinder unter sechs Jahren, die nicht in einer lokalen Kita betreut werden können, ist die Heimbildungsstätte verpflichtet, die Kinderbetreuung mit geeigneten Personen sicherzustellen.

    Bremen


    In Bremen gibt es Bildungsurlaub für berufliche, allgemeine und politische Weiterbildung. Zum Kreis der Berechtigten gehören Arbeitnehmer, Azubis, Beschäftigte in anerkannten Behinderten-Werkstätten und Heimarbeiter, wenn sie ihren Arbeitsmittelpunkt in der Hansestadt haben und ihr Beschäftigungsverhältnis seit mindestens einem halben Jahr besteht. Als Nicht-Arbeitnehmer hat man Anspruch darauf, wenn man seit mindestens sechs Monaten in Bremen gemeldet ist. Während der maximal zehn Arbeitstage in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren erfolgt die Lohnfortzahlung wie im Erholungsurlaub.

    Eine fristgerechte Abgabe des Antrags auf Bildungsurlaub beim Arbeitgeber muss bis vier Wochen vor dem Beginn der Weiterbildung erfolgen. Der Arbeitgeber hat dann maximal eine Woche Zeit, darüber zu entscheiden. Eine Ablehnung ist allerdings nur möglich, wenn Urlaubsansprüche anderer Mitarbeiter aus sozialen Aspekten Vorrang haben oder dringende betriebliche Gründe vorliegen.

    Spezielle Regelungen in Bremen: Hat der Arbeitnehmer für die Teilnahme an der Weiterbildung einen Zuschuss oder Beihilfe erhalten, muss er den Betrag an den Arbeitgeber weiterleiten, wenn die Zahlung zur Kompensation von Einkommenseinbußen erfolgt ist. Seeleute haben in Bremen Anspruch auf Bildungsurlaub, wenn ihre Reederei, ihre Partenreederei, der Vertragsreeder oder der Korrespondentreeder seinen Sitz in der Hansestadt hat, Bremen der Heimathafen ihres Schiffes ist oder das Schiff unter Bundesflagge fährt.

    Hamburg


    In Hamburg kann man Bildungsurlaub für berufliche und politische Bildung sowie ehrenamtsbezogene Qualifizierungsmaßnahmen beantragen. Einen Anspruch darauf haben Arbeitnehmer, Beschäftigte in Behinderten-Werkstätten und Azubis, die ihren Arbeitsmittelpunkt in Hamburg haben und deren Beschäftigungsverhältnis seit mindestens einem halben Jahr besteht.

    Der maximale Anspruch liegt bei zehn Arbeitstagen in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren. Wird nicht das gesamte Kontingent ausgeschöpft, können die restlichen Tage in den nächsten Zweijahreszeitraum mitgenommen werden - allerdings nur für die Teilnahme an einer berufliche Weiterbildungsmaßnahme mit einem zertifizierten Abschluss.

    Für die Lohnfortzahlung im Bildungsurlaub wird das durchschnittliche Entgelt, das der Teilnehmer in den der Fortbildung direkt vorangegangenen 13 Wochen erhalten hat, zugrunde gelegt.

    Beim Arbeitgeber eingereicht werden muss der Antrag auf Bildungsurlaub spätestens sechs Wochen vor dessen geplantem Beginn. In welchem Zeitraum der Arbeitgeber darüber entscheiden muss, ist in Hamburg nicht gesetzlich geregelt. Einen ablehnenden Bescheid kann er aber nur dann geben, wenn dringende betriebliche Gründe vorliegen oder die Urlaubsansprüche anderer Mitarbeiter aus sozialen Aspekten vorrangig gewährt werden müssen.

    Spezielle Regelungen in Hamburg: Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, sich um Zuschüsse und Beihilfen für die gewünschte Veranstaltung zu bemühen. Der erhaltene Betrag wird dann auf das Arbeitsentgelt angerechnet.

    Hessen


    In Hessen ist Bildungsurlaub für berufliche, politische und ehrenamtsbezogene Weiterbildung vorgesehen. Anspruch darauf haben Arbeitnehmer, Heimarbeiter sowie Beschäftigte von Behinderten-Werkstätten. Auszubildende können Bildungsurlaub nur für politische Bildung nehmen. Der Tätigkeitsschwerpunkt muss sich in jedem Fall in Hessen befinden und das Arbeitsverhältnis seit mindestens einem halben Jahr bestehen.

    Maximal gewährt werden fünf Arbeitstage pro Kalenderjahr, wobei der Anspruch in das nächste Jahr mitgenommen werden kann. Dann muss aber ein entsprechender schriftlicher Antrag bis spätestens zum 31. Dezember beim Arbeitgeber eingehen. Die Lohnfortzahlung erfolgt wie im Erholungsurlaub. Im Falle einer ehrenamtsbezogenen Weiterbildung erfolgt eine Erstattung des Arbeitsentgelts durch das Land an den privaten Arbeitgeber auf Basis des durchschnittlich in Hessen gezahlten Entgelts pro Tag.

    Die Antragsfrist auf Bildungsurlaub endet sechs Wochen vor dem geplanten Beginn. Dann muss der Antrag schriftlich beim Arbeitgeber eingegangen sein. Dieser muss nach Erhalt innerhalb von drei Wochen darüber entscheiden. Eine Ablehnung kommt jedoch nur in Betracht, wenn dringende betriebliche Gründe dagegensprechen oder im laufenden Kalenderjahr schon über ein Drittel der im Betrieb Beschäftigten Bildungsurlaub genommen hat.

    Spezielle Regelungen in Hessen: Wirken Mitarbeiter als Dozenten an Bildungsveranstaltungen mit, erhöht sich ihr jährlicher Anspruch auf weitere fünf Arbeitstage - allerdings ohne Lohnfortzahlung.

    Mecklenburg-Vorpommern


    Bildungsfreistellung ist in Mecklenburg-Vorpommern für berufliche, politische sowie ehrenamtsbezogene Weiterbildung gesetzlich geregelt.

    Anspruchsberechtigt sind Arbeitnehmer und Auszubildende, die ihren Arbeitsmittelpunkt in Mecklenburg-Vorpommern haben und deren Beschäftigungsverhältnis seit mindestens sechs Monaten besteht. Maximal fünf Arbeitstage pro Kalenderjahr sind möglich. Der Anspruch von Azubis beläuft sich auf fünf Tage während der gesamten Ausbildungsdauer. Der Lohn wird in jedem Fall ohne Abschlag weiterbezahlt.

    Der Antrag auf Bildungsfreistellung muss dem Arbeitgeber spätestens acht Wochen vor dem geplanten Start der Weiterbildungsmaßnahme schriftlich vorliegen. Die Entscheidung darüber sollte unverzüglich, spätestens aber vier Wochen vor dem Beginn der Veranstaltung schriftlich erfolgen. Einen abschlägigen Bescheid kann der Arbeitgeber nur aus zwingenden betrieblichen und dienstlichen Belangen geben, beispielsweise wenn die Urlaubsansprüche anderer Mitarbeiter nach sozialen Kriterien vorzuziehen sind oder bereits zu viele Anträge auf Bildungsfreistellung im laufenden Jahr bewilligt wurden. Nachträglich zurückgezogen werden kann die Zustimmung nur aus dringenden Gründen, die nicht vorhersehbar waren und von vornherein zu einer Ablehnung geführt hätten.

    Spezielle Regelungen in Mecklenburg-Vorpommern: Nimmt der Arbeitnehmer an einer politischen oder ehrenamtsbezogenen Weiterbildung teil, erhält der Arbeitgeber vom Land pro Tag 110 Euro. Im Falle einer beruflichen Weiterbildung reduziert sich die Erstattung auf 55 Euro pro Tag.

    Niedersachsen


    Wer sich in Niedersachsen als Arbeitnehmer, Auszubildender, Heimarbeiter oder Behinderter seit mindestens sechs Monaten in einem Beschäftigungsverhältnis befindet, hat Anspruch auf Bildungsurlaub für berufliche, politische und kulturelle Weiterbildung. Die Lohnfortzahlung erfolgt dann wie an Feiertagen.

    Maximal können pro Kalenderjahr fünf Arbeitstage Bildungsurlaub genommen werden. Zusätzlich können im laufenden Jahr nicht eingelöste Ansprüche aus dem Vorjahr beansprucht werden. Bei Zustimmung durch den Arbeitgeber können sogar die Ansprüche aus den letzten beiden direkt vorangegangenen Jahren geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Tage für eine zusammenhängende Veranstaltung genutzt werden.

    Dem Arbeitgeber muss der Antrag auf Bildungsurlaub mindestens vier Wochen vor dem Start der gewünschten Weiterbildung vorliegen. Für die Entscheidung darüber hat er bis spätestens zwei Wochen vor dem Beginn Zeit. Als zulässige Ablehnungsgründe kommen nur dringende betriebliche und dienstliche Belange in Betracht. Dabei kann es sich beispielsweise um vorrangig zu berücksichtigende Urlaubswünsche anderer Mitarbeiter handeln.

    Nordrhein-Westfalen


    In Nordrhein-Westfalen heißt der Bildungsurlaub "Arbeitnehmerweiterbildung" und ist für berufliche und politische Bildungsmaßnahmen gesetzlich geregelt. Anspruchsberechtigt sind Arbeiter und Angestellte, Auszubildende (nur für politische Bildung) und Heimarbeiter. Zu den Voraussetzungen zählt, dass das Unternehmen mehr als zehn Beschäftigte hat, der Arbeitsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen liegt und das aktuelle Beschäftigungsverhältnis seit mindestens einem halben Jahr besteht.

    Maximal kann man Bildungsurlaub für fünf Arbeitstage beantragen, wobei die Ansprüche aus zwei Kalenderjahren auch zusammengelegt werden dürfen. Azubis stehen fünf Arbeitstage in den ersten beiden Ausbildungsdritteln zu. In puncto Lohnfortzahlung orientiert sich Nordrhein-Westfalen an der Feiertagsregelung.

    Der Antrag auf Arbeitnehmerweiterbildung muss beim Arbeitgeber schriftlich spätestens sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn eingehen. Dann hat dieser drei Wochen Zeit, schriftlich darüber zu entscheiden. Zulässige Ablehnungsgründe sind ausschließlich dringende dienstliche und betriebliche Belange sowie aus sozialen Aspekten vorrangig zu berücksichtigende Urlaubsanträge anderer Mitarbeiter.

    Rheinland-Pfalz


    "Bildungsfreistellung" steht in Rheinland-Pfalz Arbeitern und Angestellten, Azubis, Heimarbeitern, Landesbeamten und -richtern zu, wenn die Betriebszugehörigkeit seit mindestens sechs Monaten besteht und das Unternehmen mehr als fünf Beschäftigte zählt. Zweck der Bildungsfreistellung ist die berufliche und gesellschaftspolitische Weiterbildung. Die Mindestdauer der Bildungsmaßnahme beträgt drei Tage à mindestens sechs Unterrichtsstunden - entweder en bloc oder in Intervallen.

    Dafür können die Berechtigten bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von fünf Tagen zehn Arbeitstage innerhalb zweier aufeinanderfolgender Kalenderjahre in Anspruch nehmen. Dieser Zweijahreszeitraum beginnt immer mit dem Januar eines ungeraden Jahres. Beträgt die durchschnittliche Arbeitszeit mehr oder weniger als fünf Tage in der Woche, erhöht beziehungsweise reduziert sich der Anspruch entsprechend. Auszubildenden stehen grundsätzlich fünf Tage pro Jahr zu. Die Seminargebühren tragen bei voller Lohnfortzahlung die Arbeitnehmer/innen.

    Ist der Antrag mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Start der Weiterbildung beim Arbeitgeber eingegangen, muss dieser so schnell wie möglich darüber entscheiden, spätestens aber drei Wochen vor dem Kursbeginn. Eine Ablehnung kommt nur in Frage, wenn zwingende dienstliche oder betriebliche Belange dagegenstehen oder die Summe der im laufenden Jahr beanspruchten Bildungsfreistellungen die Zahl der anspruchsberechtigten Mitarbeiter übersteigt. Stichtag ist in diesem Fall der 30. April.

    Saarland


    Im Saarland gibt es Bildungsfreistellung für berufliche und politische Weiterbildung sowie für die Qualifizierung für ein Ehrenamt. Anspruchsberechtigt sind Arbeitnehmer, Azubis, Beamter und Richter sowie Heimarbeiter, wenn sich deren Arbeitsplatz im Saarland befindet und das aktuelle Arbeitsverhältnis seit mindestens 12 Monaten besteht. Schüler in staatlich anerkannten mindestens zweijährigen Ausbildungsgängen, deren Ausbildung nicht nach dem Berufsbildungsgesetz geregelt ist, haben ebenfalls Anspruch auf Bildungsfreistellung. Diese kann bereits für eintägige Veranstaltungen gewährt werden.

    Maximal werden sechs Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres bei voller Lohnfortzahlung gewährt. Bei einer Freistellung von mehr als zwei Arbeitstagen muss der Arbeitnehmer an jedem weiteren Tag ebenso viel arbeitsfreie Zeit für die Teilnahme an der Bildungsmaßnahme aufwenden. Als "arbeitsfreie Zeit" gelten beispielsweise Urlaub, Wochenenden und Feiertage. Auch Überstunden können die Arbeitnehmer einbringen. In den beiden direkt auf die Elternzeit folgenden Kalenderjahre beträgt der Anspruch maximal fünf Arbeitstage, ohne dass durch arbeitsfreie Zeit ergänzt werden muss - allerdings nur für berufliche Weiterbildungen, die aufgrund besonderer betrieblicher Belange oder Veränderungen notwendig sind. Beschäftigte, die ihren Schulabschluss nachholen möchten, erhalten ebenfalls bis zu fünf Arbeitstage für die Teilnahme an entsprechenden Maßnahmen.

    Der Arbeitgeber muss den Antrag auf Bildungsfreistellung mindestens sechs Wochen vor dem Beginn der Bildungsveranstaltung vorliegen haben. Dann hat er bis zwei Wochen davor Zeit, darüber zu entscheiden. Eine Ablehnung muss schriftlich erfolgen und kann nur aufgrund dringender dienstlicher oder betrieblicher Belange ausgesprochen werden - wenn beispielsweise Urlaubswünsche anderer Mitarbeiter aus sozialen Aspekten Vorrang haben oder im laufenden Jahr schon zu viele Freistellungstage im Betrieb genehmigt worden sind. Ebenso darf der Antrag abgelehnt werden, wenn kein Beleg für die Freistellungsfähigkeit der Veranstaltung erbracht werden kann.

    Spezielle Regelungen im Saarland: Anspruch auf Bildungsfreistellung besteht bei Schichtarbeit auch dann, wenn der Arbeitnehmer auch vor oder nach seiner regulären Arbeitszeit am selben Tag an der Fortbildung teilnehmen könnte.

    Sachsen-Anhalt


    In Sachsen-Anhalt gibt es Bildungsfreistellung ausschließlich für berufliche Weiterbildung. In Anspruch nehmen können sie Arbeitnehmer, Auszubildende und Heimarbeiter, wenn sich ihr Arbeitsplatz oder der Betriebssitz ihres Arbeitgebers in Sachsen-Anhalt befindet und das aktuelle Arbeitsverhältnis seit wenigstens sechs Monaten besteht. Außerdem muss der Betrieb zum Stichtag am 30. April mehr als fünf Beschäftigte zählen. Auch Arbeitslose haben in Sachsen-Anhalt Anspruch auf Bildungsfreistellung.

    Während der maximal fünf Arbeitstage pro Kalenderjahr erhalten die Teilnehmer ihr reguläres Gehalt. Es ist auch möglich, die Ansprüche aus zwei Kalenderjahren zusammenzufassen. Grundsätzlich wird Bildungsfreistellung nur für mehrtätigeVeranstaltungen gewährt, bei denen die tägliche Unterrichtsdauer mindestens sechs Stunden beträgt, sowie für Tagesveranstaltungen im Rahmen einer Veranstaltungsreihe.

    Mindestens sechs Wochen vor dem Beginn der Weiterbildung muss der Arbeitnehmer den Arbeitgeber über seine Teilnahme an einer Bildungsveranstaltung informieren. Die Entscheidungsfrist über den Antrag endet üblicherweise drei Wochen, aber spätestens drei Arbeitstage vor dem Veranstaltungsbeginn. Eine schriftliche Ablehnung kann nur erfolgen, wenn dringende dienstliche oder betriebliche Belange vorliegen, Urlaubsanträge anderer Mitarbeiter bereits genehmigt wurden oder im laufenden Jahr schon zu viele Bildungsfreistellungen bewilligt worden sind.

    Schleswig-Holstein


    In Schleswig-Holstein haben Arbeitnehmer, Auszubildende, Landesbeamte und -richter, Behinderte und Heimarbeiter Anspruch auf Bildungsfreistellung für berufliche, politische und allgemeine Weiterbildung sowie für die Qualifizierung im Hinblick auf ehrenamtliches oder zivilgesellschaftliches Engagement. Dafür muss ihr Arbeitsschwerpunkt in Schleswig-Holstein liegen, das Beschäftigungsverhältnis seit mindestens einem halben Jahr bestehen und die Veranstaltung staatlich anerkannt sein.

    Sind diese Voraussetzungen erfüllt, beläuft sich der maximale Anspruch auf fünf Arbeitstage im Kalenderjahr. In Ausnahmefällen ist es möglich, den Anspruch in das Folgejahr mitzunehmen und mit dessen Anspruch zu verblocken. Das Arbeitsentgelt wird während des Sonderurlaubs weiterbezahlt. Haben Beschäftigte ein variables Einkommen, erhalten sie den durchschnittlichen Monatsverdienst der letzten zwölf Jahre vor dem Anmeldungszeitpunkt.

    Der Arbeitgeber muss mindestens sechs Wochen vor dem Veranstaltungsbeginn über die Teilnahme informiert werden und sollte dann unverzüglich sein Okay geben oder den Antrag zurückweisen. Eine Ablehnung, die nur aus dringenden betrieblichen und dienstlichen Gründen oder vorrangigen Urlaubswünschen anderer Mitarbeiter erlaubt ist, muss schriftlich erfolgen.

    Thüringen


    In Thüringen ist Bildungsfreistellung für berufliche, ehrenamtsbezogene und gesellschaftspolitische Bildung möglich.

    Anspruchsberechtigt sind Arbeiter und Angestellte, Auszubildende, Landesrichter und -beamte, Heimarbeiter und Behinderte, wenn sich ihr Arbeitsplatz oder der Sitz ihres Arbeitgebers in Thüringen befindet und die Betriebszugehörigkeit seit mindestens sechs Monaten besteht. Zudem muss der Betrieb mehr als fünf Mitarbeiter zählen.

    Der Höchstanspruch für Bildungsfreistellung pro Kalenderjahr beläuft sich auf fünf Arbeitstage bei voller Lohnfortzahlung. Auszubildende können jährlich drei Tage beantragen, allerdings nur in der schulfreien Zeit. Wird ein Antrag abgelehnt oder die Zustimmung zurückgenommen, können die Ansprüche auf die Folgejahre übertragen werden.

    Ist der Antrag fristgerecht mindestens acht Wochen vor dem Start der Weiterbildung beim Arbeitgeber eingegangen und erfolgt keine Rückmeldung, gilt der Antrag als genehmigt. Zu den wenigen möglichen Ablehnungsgründen zählen eine versäumte Antragsfrist, zwingende betriebliche Belange nach dem Bundesurlaubsgesetz oder bereits genehmigte Urlaubsanträge anderer Mitarbeiter. Ebenso kann Bildungsfreistellung verwehrt werden, wenn wirtschaftliche Schwierigkeiten des Betriebs vorliegen oder im laufenden Jahr die Zahl der bereits genehmigten Bildungsfreistellungen das zumutbare Maß übersteigen.

    Spezielle Regelungen in Thüringen: Unter Umständen können betriebsinterne Schulungen den frei verfügbaren Anspruch auf Bildungsfreistellung reduzieren.

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